Die ersten vier Teile von Phoenix Wright sind für den Nintendo DS erschienen. Danach folgte der 5. Teil digital für den 3DS. Um die Anfänge nachspielen zu können, gibt es die ersten drei Teile als Trilogie-Set im Nintendo eShop für den 3DS. Seit dem 18. September 2016 ist auch der 6. Teil erhältlich. Phoenix Wright: Spirit of Justice erzählt eine Geschichte im spirituellen Khura‘in.
Spirituelles Khura‘in
Phoenix reist ins ferne Khura’in, um seine frühere Assistentin Maya Fey zu besuchen. Dort angekommen wird er in einem Fall verwickelt, bei dem er als Strafverteidiger vor Gericht antritt. Das Problem? In Khura’in gibt es kaum noch Strafverteidiger, weil es eine spezielle Regel gibt. Wird der Angeklagte für schuldig befunden, bekommt der Strafverteidiger dieselbe Strafe.
Zudem werden die meisten Fälle durch das Medium Rayfa entschieden, die die Fähigkeit hat, Visionen von den letzten Momenten der Opfer zu sehen. Diese werden von ihr häufig falsch interpretiert. Weisen wir sie auf die Widersprüche hin, gibt es sehr unterhaltsame Reaktionen. Die Visionen fügen ein neues Feature namens Divination Seances hinzu. Wir sehen die letzten Momente der Opfer mit ihren Wahrnehmungen (Gehör, Geruch, Gefühl, Sehen, …) und müssen versuchen den Widerspruch darin zu finden. Ein sehr gutes und interessantes System, welches für Abwechslung sorgt.
Nicht nur Phoenix muss sich mit Fällen herumschlagen. In seiner Agentur halten Apollo Justice, Athena Cykes und Trucy Wright die Stellung. Bei einer Magieshow von Trucy, der Adoptivtochter von Phoenix Wright, passiert ein Mord auf der Bühne. Die Show wird abgebrochen und für den Mord wird Trucy verdächtigt. Apollo und Athena stehen hinter ihr und versuchen ihre Unschuld zu beweisen. Leider ist Trucy in einen Vertrag geraten, bei der sie Millionen von Dollar zahlen muss, wenn ihretwegen die Show abgebrochen wird. Das klingt nach einem abgekarteten Spiel (welches es auch ist!). Die Wright Agentur steht auf dem Spiel, weil sie als Pfand für die Schulden genutzt wird.
Eskalierende Gerichtsverhandlungen
Es gibt 5 Episoden, von denen zwei kurz und drei lang sind. Eine weitere Episode folgt am 29. September als DLC, in der es um das Thema Zeitreisen geht. Das erfolgreiche Prinzip von Phoenix Wright wird fortgesetzt. Es gibt zahlreiche Wortspiele und Wortwitze, Storywendungen in Storywendungen und viele unterhaltsame Interaktionen mit den Charakteren.
Um die Fälle zu lösen, gibt es neben dem neuen Divination Seances die alten bekannten Mechaniken. Bluttests, Fingerabdrücke sichern, Psychoblockaden (Phoenix), nervöse Ticks der Zeugen erkennen (Apollo) und Gefühle mit der Mood Matrix deuten (Athena). Vom Spielprinzip her wird einer der drei Anwälte in einen Fall verwickelt, bei denen der Angeklagte für schuldig befunden wird. Unsere Aufgabe ist es die Unschuld zu beweisen.
Auf die Lösung zu kommen und die Widersprüche aufzudecken, gestaltet sich häufig als schwierig. Kleine Fehler und falsche Antworten führen sehr schnell zum Game Over. Es kam nicht selten vor, dass wir nach einem Game Over neu laden mussten. Sind die Widersprüche aufgedeckt, macht es Spaß die Gerichtsverhandlungen eskalieren und ausarten zu sehen. Die Fälle und Wendungen sind oft so interessant und fesselnd, dass wir die Zeit vergessen und weiterspielen. Besonders die Charakterentwicklung von Apollo und Rayfa ist faszinierend und lässt die beiden zu den besten Charakteren des Teils werden.
Fazit
In 20 bis 30 Stunden können die 5 Episoden durchgespielt werden (je nachdem wie schnell Ihr lesen könnt). Phoenix Wright: Spirit of Justice ist interessant geschrieben und fesselt durch die unterhaltsame Story und Charaktere. Die 4. Episode wirkt fehl am Platz, weil sie kurz ist und keine interessanten Charaktere aufweist (vielleicht auch weil sie vor dem Finale ist). Die 5. Episode sorgt hingegen für einen glorreichen Abschluss, den kein Phoenix-Wright-Fan verpassen sollte. Logische Schlussfolgerungen, „Gerichtskämpfe“, interessante Storywendungen und Wortspiele zeichnen Spirit of Justice aus.
Pro | Kontra |
---|---|
|
|
|
|
|
|
|
Keine Kommentare
Kommentieren