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Review zu The Legend of Zelda: Breath of the Wild

Mit dem Release der Nintendo Switch ist das neue Action-Adventure The Legend of Zelda: Breath of the Wild erschienen. Das Game gibt es für die Wii U und die Switch. In jedem Zelda-Teil läuft ein ähnliches Schema ab. Link bekommt die Aufgabe das Böse zu bezwingen und muss dabei mehrere Dungeon durchqueren. In jedem Dungeon gibt es zahlreiche Rätsel, Gegner und ein neues hilfreiches Item. Um im Spiel weiterzukommen, sind jeweils die Items aus den vorherigen Dungeons notwendig gewesen. Doch hält sich Zelda: Breath of the Wild an das klassische Prinzip?

In vorherigen Zelda-Teilen brauchte Link die Zora-Flossen, um schwimmen zu können, oder den Greifhaken, um Schluchten zu überqueren. Mit dem Kraftarmband konnte er Felsen hochheben und mit Bomben Felsen und Risse in Wänden zerstören. Das neueste Zelda-Abenteuer kann eher als das Gegenteil bezeichnet werden. Hier geht es um die Freiheit, dass zu tun, was wir tun möchten.

Von Anfang an kann Link schwimmen, Felsen aufheben und Schluchten überqueren. Wir finden einen Berg und können ihn ohne weitere Items erklimmen. Bei der Erkundung der großen offenen Welt werden wir nicht blockiert, weil uns Items fehlen. Das Game lässt uns immer weiter voranschreiten, egal welches Gebiet oder Geheimnis wir erkunden möchten.

Das Spiel beginnt mit einem schlafenden Link, wie in jedem Zelda-Teil. Danach wird uns mitgeteilt, dass wir der legendäre Held sind und die Welt retten müssen. Nur ausgerüstet mit einem T-Shirt und einer Hose begeben wir uns zum Ausgang der Höhle und bemerken, dass eine hohe Wand erklimmt werden muss, um den Ausgang zu erreichen. Zum ersten Mal erhält Link die Aktion an die Wand zu springen, um hochzuklettern. Durch diese Sprung-Fähigkeiten können jede Wand und jeder Berg erklimmt werden. Nichts steht uns im Weg den höchsten Gipfel zu erreichen.

Als wir die Anfangshöhle verlassen haben, sehen wir die riesige Landschaft von Hyrule, die erkundet werden kann. In vielen Games gäbe es jetzt ein Tutorial. In Breath of the Wild nicht! Es steht uns die frei zu Welt zu erkunden und dabei lernen wir nebenbei die Steuerung und Aktion des legendären Helden. Wir können das Schwert vom Anfang einsammeln oder einfach ein Stock finden und zum Kämpfen benutzen. Es ist auch möglich Waffen zu stehlen und die Waffen der Monster zu benutzen. Während Link in vergangenen Teilen bei neuen Items seine berühmte Pose mit Musikbegleitung hatte, sammelt er hier einfach die Waffe auf und kämpft damit. Nichts Besonderes für den Helden in Grün!

Weiter positiv ist, dass es keine nervige „Kameradin“ (z. B. Navi, Midna, Phi) für Link gibt, die ihm Anweisungen gibt oder sagt, dass er hier nicht lang soll. Die vielen Nebenmissionen sorgen für eine interessante Ablenkung. Auf dem Weg zum nächsten Story-Dungeon sammeln wir unterwegs Kräuter und finden Rauchzeichen in Ferne. Bei den Rauchzeichen finden wir ein kleines Camp mit Monstern, die wir natürlich erledigen und deren Waffen einsammeln. Dann finden wir einen optionalen Schrein in der Nähe, der ebenfalls vorher erledigt werden muss. Nach Abschluss des Dungeons finden wir ein Dorf mit neuen Quests und fragen uns, was unser eigentliches Ziel war. Schreine dienen als Schnellreisepunkte, Mini-Dungeon und für den Abschluss von jeweils 4 Schreinen kann die Herzanzahl und Ausdauer erhöht werden.

Dies passiert sehr häufig in Breath of the Wild, weshalb Notizen sehr hilfreich sind. In den Notizen könnt Ihr festhalten, was Ihr alles noch was erkunden wolltet. Durch die Menge an Nebenmissionen kann man schnell den Überblick verlieren. Manchmal wirkt es durch die Freiheit so, als ob wir Cheaten können. Direkt nach Verlassen der Anfangshöhle könnt Ihr direkt mit 3 Herzen und keiner Ausrüstung zu Ganon gehen und ihn bekämpfen. Speedrunner werden hier Rekorde aufstellen. Allerdings müssen sich Speedrunner 4 weiteren Bossen direkt vor Ganon stellen, weil sie die Story-Dungeon nicht abgeschlossen haben. Ein anderes Beispiel ist, dass wir mit Eispfeilen Monster einfrieren und mit dem Hammer zerschlagen können, um sie mit einem Hieb zu besiegen. Hingegen zu früheren Zelda-Teilen gibt es viele Wege ein Monster zu besiegen.

Auf der Reise können viele Materialien und Zutaten gefunden werden, um Nahrung oder Tränken herzustellen. Je besser die Qualität der Nahrung und Tränke ist, desto wahrscheinlicher überlebt Ihr gegen stärkere Gegner. Wärmende Speisen (Suppen, scharfes Essen) werden benötigt, damit Link bei eisigen Temperaturen nicht erfriert. Auch braucht der Held in Grün wärmende Kleidung, damit die Gesundheit bei den Temperaturen nicht rapide sinkt. Für heiße Gebiete gilt das Gegenteil.

Die vielen Möglichkeiten in Zelda zeichnen das Game aus. Ein Rätsel in einem Schrein hat nicht eine Lösung, sondern ziemlich viele. Mit bestimmten Items kann die Lösung sehr simpel sein. Fehlen Euch die Items muss ein bisschen länger überlegt werden, bis man die Lösung hat. Bosse von Dungeon können ebenfalls auf mehreren Weisen besiegt werden. Interessant ist, dass Spieler beim Erklimmen eines eisigen Berges jeder seine eigene Lösung zum Weiterkommen gefunden hat. Es gibt nicht „die“ Lösung.

Fazit

The Legend of Zelda: Breath of the Wild schafft alles, wofür es entwickelt wurde. Es ist ein Action-Adventure mit einer offenen Welt, in der Ihr alles tun könnt, was Ihr wollt - die Hauptstory ignorieren, Waffen stehlen, eine eigene Lösung für Rätsel finden oder direkt Ganon aufsuchen.

ProKontra
  • Freie Erkundung der offenen Welt
  1. Keine Änderung der Tastenbelegung
  • Sehr viele Geheimnisse zu entdecken
  1. Framerate sinkt manchmal
  • Viele Möglichkeiten Rätsel zu lösen & Gegner zu besiegen
  1. Haltbarkeit der Waffen
  • Survival-System
 
  • Atemberaubende Grafik
 
  • Herausfordernder Schwierigkeitsgrad
 

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