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Review zu NieR: Automata

Mit Nier erschien in 2010 ein relativ unbekanntes, aber dennoch erfolgreiches Spiel von Square Enix.  Mit NieR: Automata erscheint eine Fortsetzung zum Action-Rollenspiel, welches von Platinum Games entwickelt wurde. Als Director war Yoko Taro zuständig, der bereits am Vorgänger mitwirkte und von seiner Art her ein bisschen exzentrisch ist. Genau diese Art spiegelt sich in seinen Games wieder.

Das Game ist ein Spin-Off der Drakengard Reihe und kombiniert Elemente aus Shooter, Third-Person-Action-RPGs und Platformer. Diese Kombinationen machen das Spiel zu einer interessanten Erfahrung. Die Story spielt über 1.000 Jahre nach den Ereignissen aus Nier. Einige Charaktere und Gegenden werden Fans bekannt vorkommen.

Maschinen aus dem All

Die Erde wurde in der Zeit von Alienmaschinen übernommen. Die Menschheit hat den Kampf verloren und ist auf den Mond geflüchtet. Um die Erde wieder einzunehmen, wurden menschliche Androiden erschaffen. Wir werden in die Rolle von der weiblichen Androiden 2B versetzt. Gleich zu Beginn des Spiels müssen wir uns gegen eine riesige Maschine behaupten.

Nach dem Kampf steht 2B und ihrem Kameraden Android 9S (ausgesprochen Nines) eine offene Welt zur Verfügung. In großen Welt können zahlreiche Geheimnisse entdeckt, Nebenmissionen abgeschlossen und sehr bizarre Charaktere getroffen werden. Ziel der Story ist es, das Geheimnis der Maschinen zu erforschen, um diese endgültig vernichten zu können. Dabei entdecken die beiden Androiden, dass die Maschinen beginnen menschlich zu handeln. Einige interessante Wendungen und Geheimnisse kommen ans Licht, welches zu mehreren Endings führen. Insgesamt gibt es 26 Endings (für jeden Buchstaben im Alphabet), von denen die ersten 5 die wahren Endings sind. Die restlichen 21 Endings sind als Witz gedacht.

Je nach Entscheidung werden neue Kapitel und neue Gameplay offenbart. In einem Durchgang spielen wir beispielsweise einen anderen Charakter, während der nächste Durchgang einen neuen Modus für den Kampf gewährt. Die Story ist Yoko Taro sehr gut gelungen. Jeder Charakter und sogar jede Waffe hat ihre eigene Story, die freigeschaltet wird, sobald sie verbessert wurde. Einmal gab es sogar im Item-Menü durch die Waffen die Option sich selbst zu töten, um die Story vorzeitig zu beenden.

Außergewöhnliches Kampfsystem

Der Kampfstil von 2B zeichnet sich durch Geschwindigkeit und Grazie aus. Sie kämpft mit Schwertern, Speeren, Fäusten oder schickt ihre Pod Drohnen in den Kampf. Mit dem Voranschreiten in der Story wird das Kampfsystem immer besser. Im zweiten Durchgang gibt es die Hacking-Fähigkeiten. Mit der können Gegner in einem Shooter-Minispiel gehackt und zerstört.

Hat uns der Gegner gar nicht erst bemerkt, können wir mit dem Hacking-Skill die Kontrolle über den Maschinen-Gegner übernehmen und ihn für uns kämpfen lassen. Wer möchte nicht eine riesige Maschine für sich kämpfen lassen? Beispielsweise gibt es noch einen Berserker-Modus im 4. Durchgang, mit Verteidigung geopfert wird, um immense Stärke zu erlangen.

Das Upgraden der Waffen und Pods ist einfach gehalten. Unterwegs werden Materialien gesammelt, die genutzt werden können. Pro Level Up des Charakters gibt es weiteren Speicher, um neue Hacking-, Angriffs- oder Verteidigungschips einzusetzen.

Fazit

Nier: Automata ist ein einzigartiges Action-Erlebnis, welches auch ohne Kenntnisse vom ersten Teil gespielt werden kann. Das sehr gute und außergewöhnliche Kampfsystem machen immens Spaß und zeigen die Entwickler Platinum Games von ihrer besten Seite. Die vielen Entscheidungen und unterschiedlichen regen zum Denken an. Auch sehr viel später, nachdem man das Spiel abgeschlossen hat.

ProKontra
  • Außergewöhnliches gutes Kampfsystem
  1. Manchmal lange Ladezeiten
  • Überraschend gute Story-Wendungen von Yoko Taro
  1. Langweilige Nebenmissionen
  • 26 verschiedene Endings
 
  • Erhöhter Wiederspielwert durch neue Modi im nächsten Durchgang
 
  • Soundtrack
 

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